Unser Pflegekonzept

Die Beziehungsgestaltung als Grundlage für nachhaltige Pflegearbeit.


Kongruente Beziehungspflege

Die Umsetzung der Kongruenten Beziehungspflege nach Rüdiger Bauer stellt sicher, dass der Weg des Beziehungsprozesses von Verstehen, sowie gegenseitigem Annehmen geprägt ist. Das Ziel des Prozesses ist es, ein tiefes Kennen und Erkennen der jeweils anderen, sowie der eigenen Person im Beziehungsprozess zu erlangen.

 

Beziehungsgestaltung

Wertschätzung, Empathie und unverzichtbare Echtheit stellen die Basis dar, auf welcher sozial integrierte menschliche Entwicklung begründet ist. Die Beziehungsgestaltung zu anderen aber vor allem auch zu sich selbst ist dazu das passende Mittel. Menschen erkennen und entwickeln sich in der Beziehung zu anderen. Dabei werden sie durch drei Grundeinstellungen in der Beziehungsgestaltung geprägt: Das Wollen, das Können, das Sollen.

 

Im Alltag zeichnet sich dies durch die Integration der Gewohnheiten, der Rituale und der Fähigkeiten unserer Bewohner sowie deren positiven Lebensereignissen aus.

 

Dabei ist die ausführliche Erfassung und die intensive Auseinandersetzung mit der Biografie Grundvoraussetzung, um die individuellen Lebensbedeutungen berücksichtigen zu können.

Können, Sollen, Wollen

Diese drei Grundprinzipien beinhalten immer die zwei Schlüsselelemente der Beziehungen in einem Pflegeheim: Bewohner und Pfleger.

 

Können:

  • Das Können des Pflegers kann auch als Kompetenz übersetzt werden. Es sind hier die fachlichen Kompetenzen und die sozialen und die persönlichen Kompetenzen gemeint

  • Bewohner haben, genau wie ein Pfleger, alle Formen der o.g Kompetenzen, nur sind sie in der Qualitat und in den Inhalten oftmals unterschiedlich. Dies muss zu Beginn gründlich erörtert und aufeinander abgestimmt werden

Wollen:

  • Wollen ist etwas Freiwilliges, etwas, was eine Person von sich aus will

  • Ein Pfleger entscheidet sich also für das Wollen, Beziehung aufzunehmen und zu gestalten, weil er die besagten Umstände kennt, unter denen sich die Beziehungsaufnahme vollziehen wird

  • Mit dem Wollen der Bewohners sieht es im Prinzip genauso aus wie mit dem Wollen des Pflegers. Bewohner unterliegen den gleichen Gesetzmäßigkeiten wie Pflegende, wobei unter Umständen die Bedürftigkeit des Bewohners und die Übernahme von Verantwortung durch die berufliche Position des Pflegepersonals die professionelle Zusammenarbeit positive beeinflusst

Sollen:

  • Das Sollen definiert das Pflegepersonal für sich selbst, in dem es die Aufgabe der Beziehungspflege aktiv übernimmt: „Ja, ich gebe mir selbst den Auftrag (ich soll), diesen Patienten zu pflegen“

  • Praktische Beziehungsarbeit ist es auch hier, mit dem Bewohner sein Sollen zu klären. Das Sollen für den Aufenthalt und das Sollen für die Beziehungspflege mit der Schwester selbst

Die Fragen des Wollens, Könnens, Sollens stehen als Abstraktion für die praktischen, alltäglichen Inhalte, die sich aus der Bearbeitung dieser Beziehung ergeben. In der kongruenten Beziehungspflege klärt zunächst der Pflegende für sich selbst diese Grundfragen am Anfang einer Beziehung, wobei hier auch das Prozessgeschehen zu beachten ist.

 

Unsere Mitarbeiter

Die Mitarbeiter aller Bereiche sind die Alltagsbegleiter unserer Bewohner und schaffen durch eine professionelle Pflege und Beziehungsgestaltung vor allem Sicherheit, Zufriedenheit und Wohlbefinden. Angehörige, Ehrenamtliche, Betreuer und kooperierende Berufsgruppen werden in die Beziehungsarbeit entsprechend einbezogen.